Ein unvollendetes Werk mitten in Wien

Der Stephansdom - bekanntes Wahrzeichen Wiens
©WienTourismus/Peter Rigaud

Heute entführe ich Dich in die Welt der Sagen. Jetzt wo die Tage schon sehr kurz sind und es draußen immer kälter wird ist die richtige Zeit für Märchen und Geschichten. Gemütlich zu Hause in der Wärme, dazu noch eine heiße Tasse Tee / Kaffee / Kakao und einfach in diese zauberhafte Welt eintauchen.

Sagenhaftes rund um den Stephansdom

Für heute habe ich eine der wohl bekanntesten Sagen aus Wien für Dich, eine die sich rund um den Stephansdom rankt. Heute erzähle ich Dir, warum ein Teil des Stephansdoms nie fertig gebaut wurde. Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass nicht alle Türme gleich hoch sind, sondern der Nordturm noch immer unvollendet mitten in der Stadt in die Höhe ragt.

Und das ist einem Mann zu verdanken: Hans Puchsbaum.

Der Dombaumeister und der Teufel

Zu jener Zeit als der Dom erbaut wurde war er als Werkmeister am Bau beteiligt. Er war sehr tüchtig und geschickt und auch der Dombaumeister wusste darum. Puchsbaum selbst war jedoch unsterblich in die Tochter des Dombaumeisters verliebt. Als er endlich den Mut hatte, um ihre Hand bei dem Dombaumeister anzuhalten, knüpfte er seine Zustimmung an eine Bedingung: den Nordturm innerhalb eines Jahres fertigzustellen.


Puchsbaum war verzweifelt, war dies schier unmöglich. Da kam ihm der Teufel zu Hilfe und bot ihm einen Pakt an: er baut den Turm fertig, im Gegenzug darf Puchsbaum bis zur Fertigstellung weder den Namen Gottes noch der Jungfrau Maria noch irgendeines anderen Heiligen aussprechen, ansonsten hat er seine Seele an den Teufel verloren. Schweren Herzens willigte Puchsbaum ein.

Die Arbeit ging unter der Hand des Teufels hurtig voran, und eines Nachts (wie schon in vielen davor) stieg Puchsbaum auf den Nordturm um dem Teufel bei seinem Werk zuzusehen. Doch dieser war noch nicht vor Ort, stattdessen sah er Maria auf dem Gerüst. Voller Angst rief er ihren Namen. In diesem Moment hörte er ein höllisches Lachen, es war der Teufel der durch eine List Puchsbaum getäuscht hatte und ihn in die Tiefe schleuderte.

Der Nordturm bleibt bis heute unvollendet.....

Es gibt übrigens noch eine zweite Sage die vom Stephansdom handelt und warum er bei Menschen mit Zahnschmerzen so beliebt ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Liebe Grüße aus den Appartements Ferchergasse
Stephanie

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