Mein Ausflug ins Wien Museum

Wien Museum
Wien Museum

Grüß Gott oder wie man bei uns in Norddeutschland sagt Moin Moin.

Mein Name ist Laura und ich bin 17 Jahre alt. Zurzeit bin ich Praktikantin bei The Ranks GmbH und absolviere dort ein sechs wöchiges Praktikum. Für diesen Zeitraum wohne ich in den Appartments Ferchergasse in Wien.

Um mir Wien etwas näherzubringen, war das Ehepaar Rank so freundlich mir einen Tag freizustellen, an dem ich Wien auf meine Art erkunden kann. Da mich die Entwicklung von Trends und Mode sehr interessiert, beschloss ich einen Ausflug in das Wien Museum, in die Ausstellung „mit Haut und Haar“ zu machen und anschließend meinen Tag in der Einkaufsstraße am Stephansplatz ausklingen zu lassen.

Mit Haut und Haar im Wien Museum

Wien Museum
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Die Ausstellung kann man sich vom 19. April 2018 bis zum 6. Januar 2019, Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr anschauen. Solltest Du diese Ausstellung nicht ansprechend finden gibt es noch weitere Ausstellungen, die Dich interessieren könnten, wie zum Beispiel „Otto Wagner“, wo es um den berühmten Architekten geht. Die Ausstellung ist vom 15. März 2018 bis zum 7. Oktober 2018 besuchbar. „Fluchtspuren“, bei der es um Fluchterfahrungen mittel- und südosteuropäischer Bürger geht, hat am 17. Mai 2018 begonnen und endet am 13. Januar 2019.

Da aber zwei meiner Mitschüler auch an der Ausstellung „mit Haut und Haar“ interessiert waren, starteten wir den Ausflug gemeinsam am Nachmittag.

Wir sind mit der S45 Wien Handelskai von Hernals bis Hütteldorf gefahren. Anschließend mit der U4 von Hütteldorf bis zum Karlsplatz. Von dort aus waren es nur einige Gehminuten bis zum Wien Museum. Da der Einlass bis zum 19. Lebensjahr umsonst ist, mussten wir netterweise keinen Eintritt zahlen. 

Wien Museum
Wien Museum

Am Eingang standen zwei freundliche Mitarbeiter, mit denen ich mich kurz unterhalten habe. Sie wünschten uns viel Spaß und wir betraten neugierig die Ausstellung. Der Raum ist schwarz gehalten, was eine gewisse Eleganz ausstrahlt. Die Bilder und Ausstellungsstücke werden dadurch besonders hervorgehoben. An der rechten Seite der Ausstellung ist ein Alphabet zu sehen, welches mit Schlagwörtern die Merkmale verschiedener Epochen umfasst. So assoziierte man damals beispielsweise rothaarige Frauen mit Hexen oder erkennt Gothics selbst heute noch an ihren ausgefallenen Haaren, Outfits und Make-ups. Bei Mädchen galt die Flechtfrisur bis ins 20. Jahrhundert noch als Jungfräulichkeitssymbol. Haare verraten oftmals viel über die Herkunft oder Vorlieben eines Menschen. In ihnen kann man sich wohlfühlen, indem man sie durch eine Veränderung zu dem macht, was einen wiederspiegelt.

Sissi war in Sachen Schönheit ein großes Vorbild für die meisten Frauen. Frauen streben oftmals ein Ideal an, welches von berühmten Persönlichkeiten gesetzt wird. Im Barock war es besonders schön, wenn eine Frau helle Haut hatte. Sie galt als Statussymbol, da nur die Oberschicht, die nicht im Freien arbeiten musste, sich eine helle Haut leisten konnte. Besonders bekannt dafür war Elisabeth Christine, die Mutter von Maria Theresia, auch bekannt als „die weiße Liesl“. Um die Haut bestmöglich vor der Sonne zu schützen, nutzten Frauen Hilfsmittel wie Hüte, Sonnenschirme oder Handschuhe.

Conchita Wurst ist mit ihrer Perücke auch ein bedeutender Teil der Ausstellung. Was früher als unvorstellbar galt, wird heute toleriert und setzt ein großes Zeichen.

Die Ausstellung bietet außerdem viele Einblicke in verschiedene Vorgänge der Körperpflege. Die Schrittfolge im Nagelstudio ist eine davon. Ich war fasziniert wie lange es einige Praktiken schon gibt. Nach einigem herumstöbern, machten wir uns auf den Weg nach draußen, da es schon fast 18 Uhr war und die Ausstellung um diese Zeit schließt.

Ausklang in der Innenstadt

Wien Museum
Ausklang in der Innenstadt

Wir beschlossen den Tag in der Einkaufsstraße ausklingen zu lassen und fuhren mit der U1 zum Stephansplatz. Von gewöhnlichen Marken wie H&M und Zara bis zu Highend Geschäften wie Gucci, Burberry und co. ist für jeden Geschmack etwas dabei. Selbst H&M erinnert mit dem gold-verzierten Gebäude an ein Luxuserlebnis. Meist verschönern Straßenmusikanten den Aufenthalt und man erlebt eine entspannte Shoppingtour. Müde vom Shoppen, kann man sich anschließend eine Kugel Eis beim empfehlenswerten Zanoni & Zanoni erlauben und mit einem Blick auf den berühmten Stephansdom seinen Tag beenden.

Dies war mein kleiner Einblick in Wiens historische, aber auch glamouröse Seite.

Ich hoffe ich konnte Dich dazu anregen deinen nächsten Ausflug zu planen.

Mit freundlichen Grüßen

Laura

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