Mein Tag im Heeresgeschichtlichen Museum

Skulptur_von_Arthur_Kaan_-_auf_Saebel_gestützt(c)Thomas_Ledl
Heeresgeschichtliches Museum

Moin moin,

ich bin Justin, 17 Jahre alt und komme aus Norddeutschland. Zurzeit mache ich ein Praktikum bei der The Ranks GmbH, die mir auch meine Wohnung bereitgestellt haben und habe mich heute für euch auf den Weg zum Heeresgeschichtlichen Museum gemacht.

Ich wohne in der Ferchergasse in Wien zurzeit und dort startete auch mein Ausflug heut. Zuerst führte mich mein Weg natürlich zur Straßenbahnhaltestelle Wattgasse, dort in die 43 eingestiegen, fuhr ich dann bis zum Schottentor. Beim Schottentor bin ich dann ausgestiegen und habe dann gegenüber auf die Linie D gewartet. Bei der Linie D ist es wie bei der Straßenbahn 43, einfach bis zum Ende durchfahren. An der Endstation Alfred-Adler-Straße bin ich dann ausgestiegen. Von dort aus geht man einfach nach links (entgegen gesetzte Richtung vom Bahnhof) und geht einfach wieder nach links und folgt der Straße und geht immer gerade aus. Relativ schnell sieht man denn auch schon das Gebäude des Heeresgeschichtlichen Museums.

Oberer_Bereich_Luftkrieg_im_HGM_in_Wien
Oberer Bereich im HGM Wien

Ich war um kurz vor neun da und musste noch kurz warten, da das Museum erst um neun Uhr öffnet. Ich hatte Glück, denn zum ersten musste ich keinen Eintritt zahlen, da alle unter 19 Jahren freien Eintritt haben. Zum zweiten war ich so gut wie alleine da. Wie es sich als Teenager der Handygeneration gehört habe ich natürlich das freie WLan benutzt. Wenn man Fotos machen möchte kann man für zwei Euro an der Kasse einen „Aufkleber“ erwerben der einen denn berechtigt Fotos zu machen; natürlich ohne Blitz, denn wir wollen ja nicht das sich die Ausstellungsstücke erschrecken.

Nachdem ich dann fertig war und mir den „Aufkleber“ geholt hatte, hatte ich die Qual der Wahl: gehe ich nach links, rechts oder nach oben? Ich empfehle die Route zu gehen die ich eingeschlagen habe. Erst nach links, danach nach oben und nachher durch das Cafe´ zum letzten Abschnitt. Wie gesagt ging ich denn nach links.

Es fing an mit allgemeinen Ausstellungsstücken, aber darauf folgte ein Raum voller Uniformen und Waffen der damaligen Österreichischen Armee im Zeitraum von 1840 bis ins Jahr 1914. Nachdem man an den Uniformen des Österreichischen Kaisers Franz Joseph dem 1. vorbeiging, fing auch schon einer der großen Themenbereiche an. Es ging um den 1. Weltkrieg. Natürlich hingen hier auch wieder viele Uniformen, aber diesmal Uniformen Österreichs, Russlands, Ungarn und des Deutschen Kaiserreiches. Schon dort lagen viele Waffen, im nächsten Raum hingegen war alles vertreten vom 24cm Belagerungsmörser über eine 7,5cm Gebirgskanone bis zur normalen Handfeuerwaffe. Mitten im Raum stand eine riesige 38cm Belagerungs-Haubitze, rechts daneben hing an der Decke eine Doppeldecker Albatros. Was ich sehr toll fand und auch viele verblüfft hat, die später da waren, waren vier Vitrinen wo jeweils Gegenstände drinnen waren und man an einem Hebel hochheben konnte.

In der ersten Vitrine war ein Standard Karabiner des Österreichischen/Deutschen Heeres drinnen der wog schon 3,7kg. In der zweiten Vitrine war eine Standard Geschützmunition drinnen, die Munition wog, aber schon 7,7kg. In der dritten Vitrine war eine Tasche des Gebirgsbatallions Österreichs drinnen mit 12kg und in der vierten und letzten Vitrine war das Gewicht einer Standardinfanterieausrüstung drinnen. Die wog, aber 30kg und war nicht mehr so leicht hochzubekommen. Mir hat das sehr gefallen, da man einen kleinen Einblick bekommen hat wie schwer so ein bisschen doch sein kann.

Was ich auch sehr mochte, waren Kleinigkeiten in der Abteilung der militärischen Luftfahrt, wie Höhenmesser, Fliegerjacken, Fliegerkappen usw. Ich konnte mich gut in das Cockpit reinversetzen und vorstellen wie das wohl war als Pilot. Was mir auch sehr gefiel, was aber nichts mit der Ausstellung zu tun hatte, war der rollstuhlfreundliche Weg. Man kommt überall mit Leichtigkeit hin. Es gibt natürlich auch einen Fahrstuhl. Es hängt in jedem Raum eine kleine Information, über den Themenbereich in vielen verschiedenen Sprachen.

Saal1_HGM_Wien
Saal 1 im HGM Wien

Um in den nächsten Themenbereich zu kommen geht man einfach durch den aktuellen Bereich wieder durch und steht dann in der Eingangshalle. Ich ging hoch zur Ruhmeshalle und den Bereichen: „Anfang stehendes Heer 1593-1699“ und „Österreich und Europa“. In dem Bereich „Anfang stehendes Heer“ geht es um die Entwicklung der Bewaffnung. Zu dieser Zeit hat sich die Muskete durchgesetzt auf dem Schlachtfeld und im Laufe der Zeit verschwanden die Ritterrüstungen, das ist alles in Schaufenstern und Gemälden festgehalten. Im dreißig Jährigen Krieg spielte Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein kurz Wallenstein eine große Rolle und hat auch seinen Platz bekommen. Auch hier sind natürlich viele Waffen und Uniformen vorhanden, aber der Themenbereich und die anderen Themenbereiche sind leider nicht so groß, wie die Ausstellung vom 1.Weltkrieg.

Wenn man denn in den letzten Bereich möchte, geht man durch das Café Salut. Ich habe in diesem Café eine kleine Pause gemacht und mir einen Kaffee und einen Apfelstrudel bestellt. Beides war sehr lecker und war überhaupt nicht teuer. Natürlich ist in dem Café auch ein Souvenirshop, der einige interessante Sachen anbietet.

Nach meiner Pause ging ich durch den letzten Bereich: „Republik und Diktatur“. Hier geht es um Österreich nach dem 1. Weltkrieg und während der Nazidiktatur. Geht man durch den Raum, kommt man zur Marine Ausstellung. Von dort aus kann man noch in den Außenbereich gehen und unterschiedliche Panzer des Österreichischen Bundesheeres begutachten. Das war denn auch schon alles. Zusammengefasst ist das Heeresgeschichtliche Museum auf jeden Fall einen Besuch wert und ein Muss für jeden der Geschichte mag.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen kleinen, aber doch feinen Eindruck über das Museum geben und Ihnen ein gutes Ausflugsziel zeigen.

Mit freundlichen Grüßen,

Justin

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Kommentar von CB |

Für meinen nächsten Besuch in Wien habe ich einen Besuch im Heeresgeschichtlichen Museum fest eingeplant. Danke für die Anregung!