Die ganz berühmten Häuser kennst du wahrscheinlich schon vom Hörensagen – und davor stehen oft lange Schlangen. Wir zeigen dir lieber die, in denen die Wienerinnen und Wiener selbst sitzen.
Unsere Lieblingsklassiker
Vier Häuser, in denen die Zeit auf die schönste Art stehengeblieben ist:
- Café Sperl (Gumpendorfer Straße, 6. Bezirk): Holzvertäfelung, Billardtisch, die berühmte Sperl-Torte – seit 1880 ein Inbegriff des Wiener Kaffeehauses.
- Café Jelinek (Otto-Bauer-Gasse, 6. Bezirk): klein, knarzend, mit eisernem Ofen und hausgemachtem Gugelhupf. Ein Geheimtipp voller Gemütlichkeit, bei Einheimischen heiß geliebt.
- Café Hawelka (Dorotheergasse, 1. Bezirk): das legendäre Künstlercafé, schummrig und kultig. Am Abend kommen die berühmten Buchteln frisch aus der Küche.
- Café Prückel (beim Stubentor): 1950er-Jahre-Charme statt imperialem Prunk – herrlich zum Stundenlang-Sitzen, Lesen und Leuteschauen.
Und gleich bei uns im Westen?
Auch rund um Hernals und die Nachbarbezirke gibt es kleine, ehrliche Grätzl-Cafés ohne Touristentrubel. Welche gerade besonders fein sind, sagen wir dir am liebsten persönlich – frag uns einfach bei der Ankunft.
Kurz fürs Bestellen
Damit du dich gleich wie zu Hause fühlst: Eine Melange ist die wienerische Antwort auf den Cappuccino, ein „Großer Brauner“ kommt mit etwas Milch, ein „Verlängerter“ ist gestreckt, und ein Einspänner ist ein Mokka mit viel Schlagobers (so heißt bei uns die Schlagsahne) im Glas. Ein Glas Wasser wird traditionell immer dazu serviert. Und keine Sorge: Zeit in einem Kaffeehaus vergeht langsamer.
Lass dir Zeit, blättere in einer Zeitung, schau aus dem Fenster. Genau dafür sind diese Häuser da. Auf eine gute Melange …